Die Feuerwehr in Nid- und Obwalden erhält Nachwuchs

Text: Edi Ettlin

Gruppenführer sind im Ernstfall das Bindeglied zwischen Einsatzleiter und der Mannschaft. Sie sind erfahrene Feuerwehrleute, die die Fachtechnik bereits kennen. Trotzdem startete der Kurs am Montag in Ennetbürgen und Oberdorf mit Themen aus dem Grundhandwerk der Feuerwehr. So stellten die Teilnehmer Leitern, retteten Leute, legten Schlauchleitungen und belüfteten Häuser. Die künftigen Kader taten dies mit einem geschärften Blick auf die Zusammenhänge im Einsatzablauf.

Als Gruppenführer werden die 53 Männer und zwei Frauen innerhalb ihrer Feuerwehren künftig für die Ausbildung mitverantwortlich sein. Deshalb bereiteten sie im Lauf der Woche eigene Lektionen vor und hielten sie vor ihren Kameraden.

Am Freitagnachmittag standen dann für die acht Kursklassen eine Reihe von Einsatzübungen auf dem Programm, an denen die Teilnehmer ihre Führungskompetenz unter Beweis stellen konnten.

Kurskommandant Roland Theiler zieht nach dem Kurs eine positive Bilanz: «Die Leute waren sehr motiviert bei der Sache und auch die Logistik hat einwandfrei geklappt.»

Der Kurs wird vom Feuerwehrinspektorat Ob- und Nidwalden mit seinen Instruktoren im Zweijahresrhythmus durchgeführt. Wegen der Pandemie musste der Kurs dieses Jahr um ein paar Monate verschoben und umgestaltet werden. Weil die ursprünglich vorgesehenen Lokalitäten in Oberdorf nun anderweitig belegt sind, verlegte die Kursleitung das Kurszentrum ins Schützenhaus Herdern nach Ennetbürgen. Wegen der Seuchensituation gab es dieses Jahr keinen offiziellen Besuchstermin mit Behördenvertretern.